Sie wurde in den Jahren 1700 - 1707 nach den ursprünglichen Plänen vom italienischen Meister Dominik de Angeli gebaut, und sie steht auf dem Platz, wo ursprünglich die Kirche der Muttergottes aus der 1. Hälfte des 13. Jh. stand. Die Barockbau ist 63 Meter lang, 26 breit und 63,5 hoch. Das Interieur ist reich mit der Stukatur von italienischen Künstern (Florenz) geschmückt. 1707 arbeiteten an der Verzierung der Maler Luca Antonio Colomba und der Bildhauer Giacomo Antonio Corbelinni. In der Kirche gibt es 10 Altäre, ein Zinntaufbecken aus dem Jahre 1617, und in der Krypta die Gruft des Zejdlic-Hauses. Die Orgel von Sieber aus dem Jahre 1708 ist das größte überlieferte Musikinstrument tschechischer Herkunft, sehenswert ist auch die sg. Literatorgel, die vor kurzem restauriert wurde.
wurde wahscheinlich Mitte des 14. Jh. von den Herren aus Pirkstejn gegründet. Interessant sind die Reste der Fresken aus dem 15. Jh. Um die Kirche gibt es einen kleinen Friedhof, an der Wand findet man das Jugendstilgrab des Förderers Karel Varhanek (ein polnauer Landsmann).
mit dem Spittal befindet sich auf dem Sezima-Platz. Sie wurde von dem Edelmann Jan Sezima aus Rochov und seiner Frau Katherina aus Mocovice im Jahre 1447 gegründet. Der pseudogotische Umbau stammt aus den Jahren 1893 - 1894. Interessant sind auch die Giebel an den beiden Nachbarhäusern. In einem der Häuser befindet sich die Hus-Bibliothek, die im Jahre 1914 gegründet wurde.
wurde von dem Dekan P. Pavel Haberland nach dem Grundriss des griechischen Kreuzes in Jahren 1720-1725 erbaut. Die Deckenfresken mit reicher Ikonographie malte J. Czereggeti aus Chrudim, die Altäre schnitzte Vaclav Moravek, Schüler des Bildhauers F. M. Brokoff.
Von der ursprünglichen Burg aus dem 13. Jh. findet man heute nur Fragmente von architektonischen Objekten aus verschiedenen Epochen. Im Laufe der Jahrhundert wurde sie mehrmals umgebaut. Nach dem großen Brand im Jahre 1794 wurde sie nie mehr erneut. Im Jahre 1925 kaufte der Fabrikbesitzer Vaclav Pojmann die Gelände und schenkte sie dem Verein TJ Sokol Polna und dem Stadtmuseumverein. Die umfangreiche Rekonstruktion verlief erst in Jahren 1985 - 2004. Auf dem Vorhof gibt es einen Brunnen aus dem Jahre 1693. Im Areal findet man jetzt die Musikschule, das Kulturzentrum, das Stadtmuseum und das Schlossrestaurant mit der Unterkunftsmöglichkeit.
aus dem Anfang des 18. Jh. In der Wohnung wurde Mitte des 18. Jh. die Schule gegründet, im ersten Teil des 20. Jh. war hier das Museum. Jetzt dient das Gebäude der tschechischen Polizei.
Die Kerne der meisten Häuser stammen aus der Renaissance. Das Haus Nr. 49 "Zu den Rittern - U Rytiru" baute Viktorin aus Kunstat im Jahre 1479. Durch das Haus Nr. 34 "Zu dem goldenen Stern - U Zlate hvezdy", wo in den Jahren 1694 - 1994 eine bekannte Gaststätte war, kommt man zum Gesundheitszentrum, in die Oberstadt und ins Ghetto. Architektonisch interessant sind auch folgende Häuser: "Zum Slovan - U Slovana", welches in der zweiten Hälfte des 19. Jh. das Zentrum der Kultur in Polna war. Das Haus Nr. 47, wo in den Jahren 1840 - 1842 die bekannte tschechische Schriftsttellerin Bozena Nemcova wohnte, und das Haus Nr. 48, ein zweistöckiger Haus, wo heute die Post zu finden ist.
Die Austellung des Museums Hochland, Abteilung Polna dokumentiert die Geschichte des Schulwesens ab Mitte des 18. bis zum Ende des 19. Jh. Sie ist im Barockhäuschen Nr. 77 in der Podebradova-Straße zu finden. Die Austellung besteht aus einer Klasse aus dem 19. Jh., der Lehrerwohnung, einem Kabinet usw., und sie ist wirklich sehenswert. Wenn Sie eine Führung wünschen, wenden Sie sich bitte an das Schlossmusem.
aus den Jahren 1863 - 1865 steht unter dem Denkmalschutz. Seit 2000 werden die Objekte renoviert vom Privatbesitzer Ivan Vlach. Man kann vor allem die großen Kellerräume der Brauerei erwähnen. In dem rechten Teil des Komplexes lebte in den Jahren 1917 - 1919 der tschechische Schriftsteller Bohumil Hrabal mit seinen Eltern. Sein Stiefvater Francin Hrabal arbeitete hier ab 1914 als Buchhalter.
befindet sich 700 Meter nordwestlich von dem Husplatz hinter der Pod Kalvarii - Straße. Seit dem 16. Jh. wurde er mehrmals vergrößert. Hier findet man wertvolle barocke, klassizistische und neuzeitliche Grabsteine. Den Friedhof pflegt seit 1988 eine Enthusiastengruppe, und seit 1996 der Verein für die Rettung der jüdischen Sehenswürdigkeiten. Aufmersamkeit erregte im letzten Jahrzent das von Zeitungen und Zeitschriften verzeitete Gerücht, dass Adolf Hitler aus Polna stamme. Grund ist der Grabstein von Rosalie Müller, geb. Hütler in dem rechten Friedhofsteil, die angeblich Hitlers Großmutter war.
hat zwei Teile - die ursprüngliche Stadt mit dem Dreieckgrundriss und den Unteren Ring, den sogenannten Rabiner-Ring. Hier stehen 32 Stockhäuser, die im Neuzeitstyl umgebaut sind, die Synagoge und das Rabinerhaus.
In der Synagoge gibt es das regionale jüdische Museum mit der Austellung zu der so genannten Hilsneriade und zur Geschichte der Juden der Region Polna. Hier finden ab und zu auch Austellungen und Konzerte statt. Durch das Rabinerhaus kann man aus dem Oberen Platz in das Rabiner-Ring gehen.